Nach dem Umzug müssen Sie Ihre neue Adresse bei vielen Stellen melden. Das Einwohnermeldeamt ist dabei nur die Spitze des Eisbergs — Behörden, Versicherungen, Banken, Vertragspartner und Abos müssen informiert werden. Diese Checkliste sorgt dafür, dass Sie nichts Wichtiges vergessen.
Einwohnermeldeamt — Ummeldung innerhalb von 14 Tagen
Die Ummeldung beim Einwohnermeldeamt muss innerhalb von 14 Tagen nach dem Umzug erfolgen. Sie brauchen: Personalausweis/Reisepass, Wohnungsgeberbestätigung des Vermieters und das ausgefüllte Anmeldeformular. Die Ummeldung ist kostenlos.
Die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt ist gesetzlich vorgeschrieben und muss innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug erfolgen. Wer die Frist versäumt, riskiert ein Bußgeld bis zu 1.000 €. In den meisten Städten können Sie online einen Termin buchen — die Bearbeitung vor Ort dauert etwa 10 Minuten.
Seit November 2015 brauchen Sie die Wohnungsgeberbestätigung. Das ist ein Formular, das Ihr Vermieter ausfüllt und unterschreibt. Ohne dieses Formular kann die Ummeldung nicht durchgeführt werden.
Strom, Gas & Wasser — Zählerstand und Ummeldung
Lesen Sie am Auszugstag die Zählerstände ab, melden Sie sich beim alten Anbieter ab und beim neuen an. Bei den meisten Grundversorgern geht das online in 5 Minuten.
Notieren Sie am Auszugstag die Zählerstände von Strom und Gas (machen Sie ein Foto als Beweis). Melden Sie die Stände Ihrem bisherigen Anbieter für die Schlussrechnung. Für die neue Wohnung müssen Sie Strom und Gas anmelden — in der Regel läuft der Vertrag beim örtlichen Grundversorger automatisch weiter, Sie sollten aber aktiv Tarife vergleichen.
Internet & Telefon — rechtzeitig kündigen oder ummelden
Kündigen Sie Ihren Internetvertrag 4 Wochen vor dem Umzug, falls er an der neuen Adresse nicht verfügbar ist. Bei Verfügbarkeit können Sie den Vertrag meist kostenlos ummelden lassen.
Prüfen Sie frühzeitig, ob Ihr aktueller Internetanbieter auch an der neuen Adresse verfügbar ist. Falls ja: Ummeldung beantragen (kostenlos, aber 2-3 Wochen Vorlauf). Falls nein: Sonderkündigungsrecht nutzen und neuen Anbieter suchen. Tipp: Buchen Sie den neuen Anschluss 2-3 Wochen vor dem Umzug, damit am Einzugstag alles läuft.
Nachsendeauftrag & weitere Stellen
Ein Nachsendeauftrag bei der Post (30 € für 6 Monate) leitet Ihre Briefe an die neue Adresse weiter. Planen Sie zusätzlich: Bank, Versicherungen, Arbeitgeber, Abos, Rundfunkbeitrag und Kfz-Zulassung.
Der Nachsendeauftrag der Deutschen Post ist ein Muss — er kostet ca. 30 € für 6 Monate und stellt sicher, dass keine wichtige Post verloren geht. Hier die vollständige Liste der weiteren Stellen:
Weiterführende Informationen
Häufige Fragen zu diesem Thema
Was passiert, wenn ich die Ummeldung beim Amt verpasse?
Es droht ein Bußgeld von bis zu 1.000 €. In der Praxis fallen meist 30-100 € an. Melden Sie sich so schnell wie möglich nachträglich um.
Kann ich meinen Internetvertrag bei Umzug vorzeitig kündigen?
Ja, wenn der Anbieter an der neuen Adresse nicht liefern kann, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Andernfalls läuft der Vertrag weiter, wird aber an die neue Adresse übertragen.
Wie lange gilt ein Nachsendeauftrag?
Sie können 6 oder 12 Monate wählen. 6 Monate kosten 29,90 €, 12 Monate 44,90 €. Verlängerung ist jederzeit möglich.
Über den Autor — Movatrans Experten-Team
Das Movatrans-Team führt seit über 15 Jahren Privat- und Firmenumzüge in ganz Deutschland durch. Unsere Umzugsexperten kennen jeden Preistreiber, jede Sparmöglichkeit und alle behördlichen Fallstricke — dieses Wissen teilen wir hier.
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